DEFA-Filmtage bringen Arbeitswelt und Unterhaltung der DDR auf die Leinwand
Merseburg. Die DEFA-Filmtage gehen in die 21. Runde. Vom 10. April bis zum 12. April 2026 verwandeln sie das Merseburger Domstadtkino erneut in einen Ort filmischer Erinnerungen und neuer Eindrücke. Unter dem Motto „21 Takte Leben – Arbeit, Aufbruch & Applaus“ greifen sie zwei zentrale Schwerpunkte der DEFA-Geschichte auf: Die Arbeitswelt sowie Musik und Unterhaltung filmisch umgesetzt. Während „Arbeitsfilme“ den Alltag, Produktionsbedingungen und gesellschaftliche Umbrüche in der DDR sichtbar machen, sollten Musikfilme die Bevölkerung unterhalten. Zusammen erzählen sie die Geschichte des Kinos zwischen kollektiver Arbeit und Vergnügen. „Wir wollen zeigen, welchen Stellenwert die Arbeit in der DDR hatte und wie sie mitunter mit kulturellen Dingen verbunden wurde“, sagt die Vereinsvorsitzende Dr. Halina Czikowsky, die für ihr Engagement um die DEFA-Filmtage gerade die Bürgermedaille der Stadt Merseburg erhielt.
Eröffnet werden die DFA-Filmtage offiziell am 10. April 2026 um 18:30 Uhr mit dem Film „Die Architekten“ und den Gästen Peter und Tamàs Kahane. Außerdem laden Klassiker wie „Schwester Agnes“, „Sonnensucher“, „Marta, Marta“ und „Sing Cowboy, sing“ ins Kino ein. Zwei Höhepunkte bieten in diesem Jahr die Podiumsdiskussion „Arbeitswelten der DDR in Film, Literatur und Wissenschaft“ mit Autorin Annett Gröschner, Wissenschaftlerin Julia Sommer und Filmkritiker Knut Elstermann sowie das Abschlusskonzert mit Pascal von Wroblewski.
Wie gewohnt begleiten Ausstellungen die Filmtage: In der Saalesparkasse zeigt eine Ausstellung Fotos bekannter Gäste aus 20 Jahren Merseburger DEFA-Filmtage. Im Foyer des Domstadtkinos erlauben Fotografien von Wolfgang Kubak und Jürgen Vogel einen Blick auf „Arbeiterliche Porträts“.
Der Vorverkauf startet am 05. März 2026 im Domstadtkino und online unter www.domstadtkino-merseburg.de.
Hintergrund:
Organisiert werden die Filmtage auch in der 21. Auflage vom „Förderverein Kino Völkerfreundschaft Merseburg e.V.“ in enger Kooperation mit dem Domstadtkino. Etwa 33 Unterstützer aus Merseburg und der Region ermöglichen sie mit Sach-, Honorar- und Geldleistungen. Neben vielen Unternehmen gehören dazu auch die DEFA-Stiftung. Eine Übersicht zum vollständigen Programm und weitere Informationen finden Interessierte im Internet unter www.filmtage-merseburg.de oder bei Facebook unter @DEFA-Filmtage.

