Programm

Die 15. Merseburger DEFA-Filmtage im Überblick

3. März, 19.00 Uhr: Vernissage im Kunsthaus Tiefer Keller

Diesmal zum Thema: „Ergebnisse der Merseburger Kulturgespräche“

6. März, 13.30 Uhr: „Nicht Schummeln Liebling“

Musikfilm, DDR 1972, 88 Min., FSK: 0

Regie: Joachim Hasler, Drehbuch: Joachim Hasler, Heinz Kahlow, Musik: Gerhard Siebholz, Frank Schöbel, Darsteller: Frank Schöbel, Chris Doerk, Dorit Gäbler, Christel Bodenstein, Rolf Herricht, Horst Schulze.

 

Zu Gast zum Filmgespräch: Dorit Gäbler

Moderation: Marie Müller-Zetzsche

Nicht schummeln Liebling

© DEFA-Stiftung / Wolfgang Ebert

In Sonnenthal gibt es seit geraumer Zeit nur noch ein Thema: Fußball! Der ambitionierte Bürgermeister will mit der Stadtmannschaft um jeden Preis in die Bezirksliga. Die neue Schuldirektorin Barbara, der diese Einseitigkeit gewaltig auf die Nerven geht, gründet kurzerhand eine Frauen-Fußballmannschaft, die sich schon bald als ernsthafte Konkurrenz für die Herren erweist…  Eine leichte Story, viel Musik und natürlich jede Menge Liebeswirrwarr machen den DEFA-Film „Nicht schummeln, Liebling!“ von 1973 zum Gassenhauer. Die beiden Schlagerstars Chris Doerk und Frank Schöbel treffen auf Fernsehlieblinge wie Dorit Gäbler, Peter Bause, Gerd E. Schäfer oder auch Rolf Herricht, um nur einige zu nennen. Für den Film verwandelt die Crew um Regisseur Joachim Hasler Quedlinburg 1972 in das beschauliche Sonnenthal. Wer erfahren möchte, wie die Harzstadt als Filmkulisse vor fast 50 Jahren aussah, ist während der 15. Merseburger DEFA-Filmtage vom 6. bis 8. März 2020 richtig. Dann flimmert der Musikfilm am 6. März um 13.30 Uhr über die Großleinwand im Domstadtkino Merseburg.

6. März, 15.30 Uhr: Lesung mit Christoph Hein „Gegenlauschangriff - Anekdoten aus dem letzten deutsch-deutschen Kriege“

 

Moderation: Halina Czikowsky

 

Christoph Hein 2017

© Wolfgang Kubak

Er gilt als der Chronist deutsch-deutscher Verhältnisse, als präziser Sezierer einer einst geteilten Nation, die noch immer nicht richtig zusammengefunden hat – und als fulminanter Geschichtenerzähler. Der Bestsellerautor, der bislang vorrangig die Geschichten anderer erzählt hat, berichtet nun von seinen persönlichen Erlebnissen: Davon, wie der Vater seines Freundes Thomas Brasch diesen verriet. Von einem Regisseur, der „das Leben der anderen“ verfilmt hat und dabei von Hein mehr über dieses Leben erfahren wollte. Von Zensur und Reise(un)freiheit und wie all das Geschichte wurde. Christoph Hein nimmt die deutsch-deutschen Verhältnisse anders in den Blick: Anhand persönlicher Erlebnisse, die mal komisch sind, mal bitter, und manchmal beides zugleich.

6. März, 17.30 Uhr: Sektempfang im Domstadtkino Merseburg

Feierliche Eröffnung der 15. Merseburger DEFA-Filmtage durch den Schirmherrn Hartmut Handschak, Landrat des Landkreises Saalekreis.

Musikalische Begleitung: Salon Pernod