Erfreulich und auffallend, zum Film, 1964 erschienen und damit 55 Jahre alt, kamen am Sonnabend, dem 9. März 2019 um 19.00 Uhr Zuschauer, die wesentlich jünger als der Film sind. Daraus lassen sich zwei Dinge schließen: zum einen gibt es ein Interesse daran zu erfahren, warum jemand die DDR verlassen hat, zum anderen steht bei jungen Menschen auch heute immer noch die Entscheidung zwischen beruflicher Karriere und einer Beziehung an, die zu einer örtlichen Trennung führt. Oder es ist die Frage zu klären, woran die Beziehung zerbrochen ist, was sie nicht aushalten konnte.  Es kann allerdings auch sein, dass die sehr bewusst langsam gehaltene Kameraeinstellung die Handlungen nachvollziehbar, verständlich werden lässt und dies den Reiz des Filmes ausmacht.

Zum Filmgespräch war Renate Blume geladen, die ihre erste große Hauptrolle als Studentin in diesem Film spielte. Und hier gleich mit den Größen der DEFA und des Theaters, wie Eberhard Esche, Hans Hardt-Hardtloff, Hilmar Thate, Martin Flörchinger, Erika Pelikowski, Agnes Kraus, gemeinsam vor der Kamera stand.