Spielfilm, DDR, 1988, 101 Min., FSK: Keine Angabe

Regie: Roland Gräf, Drehbuch: Helga Schütz, Darsteller: Jörg Gudzuhn, Jutta Wachowiak, Corinna Harfouch, Ulrike Krummbiegel, Marga Legal, Hermann Beyer, Katrin Sass

 

Zu Gast zum Filmgespräch: Jörg Gudzuhn

Moderation: Marion Brasch

© DEFA-Stiftung/ Wolfgang Ebert

Es sind die letzten Jahre Hans Falladas. Er befindet sich in einer Schaffenskrise. Das Schreiben gelingt nicht mehr und die Machtergreifung der Nazis macht es nicht einfacher. Aus Geldsorgen nimmt er den Auftrag für ein Drehbuch an. Doch auch hier setzt ihn das Regime immer unter Druck. Fallada flüchtet sich in eine Welt aus Alkohol, Drogen und Tabletten. Als Fels wirkt nur seine Frau Anna, die den labilen Künstler immer wieder auffängt. Der Film ist eine Hommage an Fallada und gewährt einen ungeschönten Blick auf die letzten Jahre des Schriftstellers. Vor allem das mitreißende Spiel des Schauspielensembles überzeugt. Jörg Gudzuhn lässt einen mit dem Protagonisten leiden. Dafür diente unter anderem Carwitz als Kulisse.