Spielfilm, Deutschland/ Schweiz 1991, 96 Min., FSK: 12

Regie: Roland Gräf, Drehbuch: Roland Gräf, Darsteller: Michael Gwisdek, Corinna Harfouch, Hermann Beyer, Peter Prager, Peter Sodann, Jaecki Schwarz, Gunter Schoß

 

Zu Gast zum Filmgespräch: Christoph Hein und Michael Gwisdek

Moderation: Knut Elstermann

Michael Gwisdek

© DEFA-Stiftung / Christa Köfer

Mitten in die Wendezeit fällt die Produktion des Dramas „Der Tangospieler“. Nach der gleichnamigen Erzählung von Christoph Hein (1989) dreht die Künstlerische Arbeitsgruppe „Johannisthal“ des DEFA-Studios Babelsberg in Zusammenarbeit mit der CSM Film-AG aus der Schweiz und dem Westdeutschen Rundfunk Köln (ARD) 1990 in Berlin, Leipzig und auf der Insel Hiddensee. Michael Gwisdek verkörpert den Anti-Helden Hans-Peter Dallwo, den ein „staatsfeindlicher“ Tango zwei Jahre seines Lebens kostete. Verbittert über das erlittene Unrecht wird er nach der Haft zum zynischen Verweigerer. Sein intensives Spiel zwischen Verzweiflung und Sarkasmus avanciert auch dank hervorragender Schauspielkollegen wie Corinna Harfouch, Hermann Beyer, Peter Prager, Peter Sodann und Jaecki Schwarz zur authentischen DDR-Aufarbeitung. Der Film feiert im Februar 1991 seine Premiere und erhält im gleichen Jahr beim Deutschen Filmpreis das Filmband in Silber für den besten Film und das Filmband in Gold für Gwisdek als bester Schauspieler. „Der Tangospieler“ läuft als Eröffnungsfilm der 15. Merseburger DEFA-Filmtage