17. Merseburger DEFA Filmtage

„Aus der DEFA-Kiste“

Sommerschätze der Kultur in der Sixti-Ruine Merseburg

Manfred-Krug-Abend am 8. Juli 2022

Halina Czikowsky

Das Manfred-Krug-Programm mit Klaus Adolphi hatten Jutta und ich schon einmal in Halle in einer kleinen Kirche gehört und wir waren begeistert. Darum gab es kein zögern, als Martin Wolter vom Kulturamt Merseburg uns vorschlug, Klaus Adolphi zu den Sommerschätzen in die Sixti-Ruine einzuladen und wenn wir dazu noch einen Film mit Manfred Krug…

Das war ja nun die leichteste Übung. Ich wusste, dass Christel Bodenstein gern von dem gemeinsamen Film „Beschreibung eines Sommers“ erzählt und so war der Film ausgewählt. Es war eine wunderschöne Sommergeschichte, zeigte eine junge selbstbewusste Grit – Christel Bodenstein – und einen Tom, der es doch schaffen kann, das Mädchen und die Beziehung zu ihr ernst zu nehmen – Manfred Krug. Natürlich mischte sich 1962 die Partei in diese junge Liebe ein, denn sie war bereits verheiratet. „Natürlich“ geschrieben, weil vor 60 Jahren die Moralvorstellungen strenger waren und die Partei sich als Erzieherin der Menschen sah. Die jungen Menschen, Grit und Tom, setzen sich mit ihrer Liebe durch und das war schön zu sehen, es war eine Leichtigkeit in dem Film zu spüren. Gefreut hat es mich Peter Reuse zu sehen – als einen jungen Mann, der noch einen langen Weg bis zum Erwachsensein vor sich hat. Aber auch so unbeschwert und locker gespielt.

Doch vor dem Film gab es das Programm mit Liedern von Manfred Krug, gesungen von Klaus Adolphi, begleitet von seiner Band. Die ersten Lieder konnte nicht nur ich gut mitsingen. Zwischendurch wurden Geschichte und Gedichte von Manfred Krug gelesen. Auch hier war diese Krugsche Art zu spüren, so leicht hingeschrieben – so wirkte es – und immer ein wenig schnoddrig.

Die Sixti-Ruine gab für beide Programmteile eine tolle Kulisse, die Akustik für den Gesang war Klasse und der Film wirkte, auch oder trotzdem er schwarz/weiß gedreht war. Spannend für alle Zuschauer, die nach dem Musikprogramm noch den Film sehen wollten, wie denn die Leinwand für den Film aufgebaut wird. Praktisch wurde sie aufgepustet wie eine dicke Luftmatratze und dann aufgeklappt. Da kommt Begeisterung für die Technik auf.

Diesmal hatte wir Glück mit dem Wetter, es regnete nicht, aber die wärmeren Temperaturen hätten ruhig bis zum späten Abend durchhalten können. Und es hätten auch mehr Merseburgerinnen und Merseburger den Weg zur Sixti-Ruine finden können. Die, die da waren, waren begeistert und so ist zu hoffen, dass es eine fleißige Mund-zu-Mund-Propaganda gibt und dann mal die Stühle knapp werden.

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