Programm

Die 15. Merseburger DEFA-Filmtage im Überblick

6. März, 18.30 Uhr: „Der Tangospieler“

Spielfilm, Deutschland/ Schweiz 1991, 96 Min., FSK: 12

Regie: Roland Gräf, Drehbuch: Roland Gräf, Darsteller: Michael Gwisdek, Corinna Harfouch, Hermann Beyer, Peter Prager, Peter Sodann, Jaecki Schwarz, Gunter Schoß

 

Zu Gast zum Filmgespräch: Christoph Hein und Michael Gwisdek

Moderation: Knut Elstermann

Michael Gwisdek

© DEFA-Stiftung / Christa Köfer

Mitten in die Wendezeit fällt die Produktion des Dramas „Der Tangospieler“. Nach der gleichnamigen Erzählung von Christoph Hein (1989) dreht die Künstlerische Arbeitsgruppe „Johannisthal“ des DEFA-Studios Babelsberg in Zusammenarbeit mit der CSM Film-AG aus der Schweiz und dem Westdeutschen Rundfunk Köln (ARD) 1990 in Berlin, Leipzig und auf der Insel Hiddensee. Michael Gwisdek verkörpert den Anti-Helden Hans-Peter Dallwo, den ein „staatsfeindlicher“ Tango zwei Jahre seines Lebens kostete. Verbittert über das erlittene Unrecht wird er nach der Haft zum zynischen Verweigerer. Sein intensives Spiel zwischen Verzweiflung und Sarkasmus avanciert auch dank hervorragender Schauspielkollegen wie Corinna Harfouch, Hermann Beyer, Peter Prager, Peter Sodann und Jaecki Schwarz zur authentischen DDR-Aufarbeitung. Der Film feiert im Februar 1991 seine Premiere und erhält im gleichen Jahr beim Deutschen Filmpreis das Filmband in Silber für den besten Film und das Filmband in Gold für Gwisdek als bester Schauspieler. „Der Tangospieler“ läuft als Eröffnungsfilm der 15. Merseburger DEFA-Filmtage

7. März, 14.00 Uhr: „Weiße Wölfe“

Indianerfilm, DDR 1969, 96 Min., FSK 12

Regie: Konrad Petzold, Bosko Boskovic, Drehbuch: Günter Karl, Darsteller: Gojko Mitic, Horst Schulze, Barbara Brylska, Holger Mahlich, Fred Delmare, Rolf Hoppe, Gerry Wolff, Michael Gwisdek

 

Zu Gast zum Filmgespräch: Gojko Mitic

Moderation: Maik Reichel

Weitspähender Falke

© DEFA-Stiftung/ Eberhard Borkmann

Häuptling Weitspähender Falke und drei weitere Dakota-Indianer versuchen, sich der aus dem Reservat geflohenen Stammesgruppe der Cheyenne anzuschließen. Gleichzeitig macht sich ein Trupp Händler der Minengesellschaft auf den Weg. Sie transportieren Geld, was ihnen von einer anderen Bande abgejagt wird. In dieses Zusammentreffen geraten die vier Dakota, was nur tödlich enden kann... An der Seite von DEFA-Oberindianer Gojko Mitic spielen Horst Schulze, Barbara Brylska, Holger Mahlich, Fred Delmare, Rolf Hoppe, Gerry Wolf und Michael Gwisdek in „Weiße Wölfe“. Der Indianerfilm entsteht 1969 nach einem Drehbuch von Günter Karl als Fortsetzung von „Spur des Falken“. Regie führen Konrad Petzold und Bosko Boskovic. Gedreht wird unter anderem in einem Kalksteinbruch bei Halle und bei Langerwisch. „Weiße Wölfe“ findet ebenso wie alle anderen DEFA-Indianerfilme eine große Fangemeinde.

7. März, 14.30 Uhr: Familie Brasch

Dokumentarfilm, Deutschland 2018, 108 Min., FSK: 6

Regie: Annekatrin Hendel

 

Zu Gast zum Filmgespräch: Marion Brasch

Moderation: Knut Elstermann

 

Poster

Ein Film, der die DDR-Geschichte durch das Brennglas einer Funktionärs- und Künstlerfamilie betrachtet. Vater Horst, leidenschaftlicher Antifaschist und jüdischer Katholik, baut nach 1945 die DDR mit auf. Schnell klettert er auf der Karriereleiter nach oben. Seine Söhne Thomas, Peter und Klaus stehen dem real existierenden Sozialismus jedoch kritisch gegenüber. Spätestens 1968 bricht der Generationskonflikt offen aus und die Familie auseinander. Regisseurin Annekatrin Hendel portraitiert in „Familie Brasch“ drei Generationen der Familie mit all ihren Konflikten zwischen Ost und West, Kunst und Politik, Kommunismus und Religion, Liebe und Verrat, Utopie und Selbstzerstörung. Dabei lässt sie neben Marion und Lena Brasch prominente Weggefährten, Vertraute und Freunde zu Wort kommen.

7. März, 15.00 Uhr: „For eyes only“

Spionagefilm, DDR 1963, 103 Min., FSK 6

Regie: Janos Veiczi, Drehbuch: Harry Thürk u.a., Darsteller: Alfred Müller, Renate Geißler, Helmut Schreiber, Werner Lierck, Martin Flörchinger, Christine Laszar, Marion van de Kamp

 

Zu Gast zum Filmgespräch: Renate Geißler

Moderation: Mirco Wiermann

Agentenfilm

© DEFA-Stiftung

Hansen arbeitet als Kundschafter der DDR bereits seit drei Jahren erfolgreich in der Dienststelle des MID in Würzburg. Dort liegen streng geheime Papiere zur Übernahme der DDR. Irgendwer wird misstrauisch, da zu viele Spione des MID Würzburg enttarnt wurden. Doch Hansen übersteht den Lügendetektortest. Und findet den Ort, an dem die Pläne lagern. Ihm gelingt es, diese zu entwenden und auf einer waghalsigen Tour über die Grenze zu bringen. Die Pläne der Amerikaner sind vereitelt. Gedreht wurde unter anderem in Leipzig.