12. Merseburger

DEFA Filmtage 17.-19.03.2017

Filme
12. DEFA-Filmtage 2017



"Die Vernehmung der Zeugen"

1987, DEFA-Kriminalfilm, 76 Min., FSK 12
Regie: Gunther Scholz
Darsteller: Renè Steinke, Christine Schorn, Anne Kasprik, Gudrun Okras, Johanna Schall, Henry Hübchen; Mario Gericke

Der Jugendliche Maximilian ersticht den gleichaltrigen Klassenkameraden Rainer. Maximilians Mutter muss als Ärztin den Tod von Rainer feststellen und erkennt, dass ihr Sohn der Mörder ist. Mit Hilfe von Zeugenbefragungen werden nicht allein die Hintergründe der Tat aufgedeckt, es wird die Situation, der Alltag in einem kleinen Dorf gespiegelt.

 


„Sonnensucher“

DEFA-Spielfilm, 1958, 111 Min., FSK 12
Regie: Konrad Wolf
Darsteller: Günther Simon, Ulrike Germer, Erwin Geschonnek, Manja Behrens, Willi Schrade, Norbert Christian, Agnes Kraus
Der 1958 gedrehte Film kam aufgrund seiner kritischen Darstellung des Uranbergbaus in der SDAG Wismut erst 1972 in das Kino. Dargestellt werden die Konflikte zwischen der sowjetischen Betriebsleitung und den deutschen Arbeitern, die zum überwiegenden Teil in der Wismut nicht freiwillig arbeiten. Außerdem ist der 2. Weltkrieg noch nicht lange vorbei und Jede bzw. Jeder hat ihre/seine Vergangenheit, mit der in der Gegenwart zu leben war.

 


„Der Traum vom Elch“

1985/86, DEFA-Spielfilm, 88 Min., nach dem Roman von Herbert Otto
Regie: Siegfried Kühn
Darsteller: Katrin Sass, Marie Gruber, Christian Steyer, Dagmar Manzel, Klaus Piontek, Detlef Heintze

Die Männer und die Liebe – beides lassen Anna und Anette verzweifeln. Die Männer sind bereits verheiratet oder können sich auf eine engere Beziehung nicht einlassen.

Die Frauen stehen ihre „Frau“ im Beruf, doch die Liebe? „Männer im Schatten starker Frauen“ benannte Regine Sylvester diese Konstellation.


„Zeit der Störche“

1971, DEFA-Spielfilm, 90 Min., nach einer Erzählung von Herbert Otto
Regie: Siegfried Kühn
Darsteller: Heidemarie Wenzel, Wilfried Glatzeder, Hilmar Baumann, Volkmar Kleinert, Carmen-Maja Antoni, Wolfgang Winkler, Jürgen Hentsch

„Der neue Mann im DEFA-Film“ Christian führt ein lockeres Leben, seine Arbeit nimmt er ernst, aber sonst nichts. Das Gegenteil verkörpert das Leben von Susanne, es ist nicht aufregend, aber harmonisch. Sie ist mit Wolfgang glücklich. Doch die Liebe hat ihre eigenen Regeln, Christian und Susanne verlieben sich. Kann es gut gehen, wenn beide eine so grundsätzlich verschiedene Auffassung vom Leben haben?

„Der Hut des Brigadiers“

1986, DEFA-Spielfilm, 92 Min.
Regie: Horst E. Brandt
Darsteller: Roman Kaminski, Peter Sodann, Wolfgang Winkler, Ernst-Georg Schwill, Helga Göring, Reiner Heise

Ein Bauarbeiter, auf der Großbaustelle Berlin, verteilt den Beton nicht nach der Vorschrift, sondern nach seinem gesunden Gerechtigkeitssinn. Er wird wegen Aufsässigkeit und Eigenmächtigkeit strafversetzt, will das aber so nicht hinnehmen. In der neuen Brigade kann er es ebenfalls nicht lassen, das anzusprechen, was nach seiner Meinung nicht sein kann/darf. Da geht es zum Beispiel um den Alkoholgenuss am Arbeitsplatz.

 


„Coming out“

1989, DEFA-Spielfilm, 113 Min., FSK 12
Regie: Heiner Carow, Musik: Stefan Carow, Schnitt: Evelyn Carow
Darsteller: Matthias Freihof, Dagmar Manzel, Dirk Kummer, Gudrun Ritter,. Walfriede Schmitt, Michael Gwisdek


Der junge Lehrer Philipp beginnt mit seiner Kollegin Tanja eine Beziehung. Durch Zufall trifft er Jakob wieder, der seine Jugendliebe war. Philipp gerät in eine Identitätskrise, flüchtet in eine Schwulenbar und beginnt eine Beziehung mit Matthias. Im Schauspielhaus treffen alle drei aufeinander: Philipp, Tanja und Matthias. Philipp muss sich mit seiner Sexualität auseinandersetzen, auch wenn er davor große Scheu, Angst hat.

 


„Tilman Riemenschneider“

1958, DEFA-Spielfilm, 98 Min.
Regie: Helmut Spieß
Darsteller: Emil Stöhr, Gerd Michael Henneberg, Annekatrin Bürger, Hartmut Reck, Gisela May


Der Holzbildhauer Tilman Riemenschneider ist künstlerisch und gesellschaftlich längst anerkannt, ist etabliert. Doch als er sich für die Rechte der Bauern einsetzt und den Einsatz der Soldaten scharf kritisiert, wendet sich sein bisheriger Gönner Fürstbischof Konrad von Thüringen von ihm ab. Er muss am eigenen Leib erfahren, dass die Mächtigen nicht mit sich spaßen lassen, schon gar nicht, wenn es um ihre Macht geht.

 


„Egon und das achte Weltwunder“


1964 Fernsehfilm der DDR nach dem gleichnamigen Buch von Joachim Wohlgemuth, 86 Min., FSK 6


Regie: Christian Steinke, Drehbuch: Christian Steinke, Joachim Wohlgemuth
Darsteller: Gunter Schoß, Traudl Kulikowsky, Heinz Behrens, Sigrid Göhler

Egon wird durch die Liebe zu einem anständigen Kerl – allerdings verbietet er die Entstehung von Liebesbeziehungen während des Arbeitseinsatzes „Grüne Wiese“, die Arbeit soll im Vordergrund stehen.

Er verschweigt dazu noch, dass er eine Vergangenheit hat, derer er sich heute schämt. Sich der Wahrheit zu verweigern, geht nie auf.

 


„Verzeihung, sehen Sie Fußball?“

DEFA-Episodenfilm, 1983, 86 Min.
Regie: Gunther Scholz
Darsteller: Corinna Harfouch, Maritta Böhme, Jutta Wachowiak, Reimar Joh. Baur, Agnes Kraus, Alfred Struwe, Herrmann Beyer, Christine Schorn, Marianne Wünscher


Am 19. Juli 1982 bereiten sich die Bewohner von fünf Wohnungen eines Mietshauses in Berlin auf die Fernsehübertragung des Weltmeisterschaftsfinales im Fußball vor. Das Geschehen wird von der Kamera eingefangen und mit den kleineren und größeren Problemen der Zeit verknüpft. Die einzelnen Geschichten beruhen jeweils auf Erzählungen unterschiedlicher Autoren.


„Die Beteiligten“

DEFA-Kriminalfilm, begonnen 1964 beendet 1989, 103 Min, FSK 12
Regie: Horst E. Brandt
Darsteller: Manfred Gorr, Gunter Schoß, Jürgen Zartmann, Karin Ugowski, Christoph Engel, Karin Gregorek, Wolfgang Greese, Ute Lubosch, Petra Hinze

Aus der Elbe wird eine weibliche Leiche geborgen. Christa Gellert war mit ihrem Vorgesetzten und ihrer Mitarbeiterin auf einer Dienstfahrt.

Unglücklicherweise fiel sie ins Wasser, ertrank, da sie nicht schwimmen konnte und obwohl ihr Vorgesetzter versuchte, sie zu retten. Ein Unfall, sie wird beerdigt. Nur so einfach verhält es sich doch nicht.


„Fünf Patronenhülsen“

Kriegsdrama, DEFA, 1960, 84 Min.,
FSK 12
Regie: Frank Beyer
Darsteller: Erwin Geschonneck, Ulrich Thein, Edwin Marian, Ernst-Georg Schwill, Armin Müller-Stahl, Manfred Krug, Günter Naumann, Fred Düren, Rolf Ludwig

Spanien – Bürgerkrieg – ein Porträt der Internationalen Brigaden. Der Abzug der Einheiten kann gesichert werden, aber die Freiwilligen werden von den Feinden eingekesselt. In fünf Patronenhülsen versteckt, die nur zusammen den Plan des Feindes ergeben, versuchen fünf Männer sich den Weg durch Spanien zu bahnen.


„Kalaschnikow und Doppelkorn – Männer in der DEFA“

Filmdokumentation von André Meier, 2016, 44 Min.

Die Dokumentation zum 70. Geburtstag der DEFA zeigt, wie das Bild der Heldinnen und Helden unter den politischen Bedingungen in der DDR sich ändert. Der Held, der nach dem Krieg gebrochen und orientierungslos ist, kehrt durch die kluge und schöne DDR-Frau  in das aktive Leben zurück. In den späteren Filmen ist er meist eine tragische, an sich selbst zweifelnde Figur. Er kommt mit den politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten der DDR oder mit den selbstbewussten Frauen nicht zurecht - „Schwache Männer“!?



„Stille Reserven“

Science-Fiction Film, Österreich, Schweiz, Deutschland, 2016, 96 Min., FSK 12
Regie: Valentin Hitz
Darsteller: Clemens Schick, Lena Lauzemis, Daniel Olbrychski, Marion Mitterhammer
Ein Versicherungskonzern hat ein System geschaffen, in dem die Menschen sich das Recht auf den Tod erkaufen müssen. Wer keine Todesversicherung abgeschlossen hat, wird nach dem Tod weiter „verwertet“ bis die Schulden abgezahlt sind. Vincent arbeitet bei diesem Konzern, seine Karriere steht so lange im Mittelpunkt seines Lebens, bis er selbst seine Stelle verliert. Sein Versuch, sich wieder nach oben zu kämpfen, führt ihn zu der Erkenntnis, dass es auch noch andere Werte außer Geld gibt.


„Zirri – das Wolkenschaf“

Kinder-Spielfilm, BRD, 1992, 62 Min.
Regie: Rolf Losansky, nach dem Kinderbuch von Fred Rodrian und Werner Klemke
Darsteller: Walfriede Schmitt, Babet Ikker, Günther Grabbert, Fred Delmare, Karin Düwel, Günter Junghans, Dietmar Richter-Reinick
Christine, genannt Schiene, wohnt in der Stadt, in der Baumstraße, in der es viele Autos, aber keine Bäume gibt. Sie will zu Oma und Opa auf´s Land.

Dort entdeckt sie ein weißes Wolkenschaf, das von den schwarzen Wolken vom Himmel gestoßen wird. Eine dramatische Rettungsaktion bahnt sich an, in die viele Menschen einbezogen sind.








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